25 June 2026, 02:07

FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Interview mit der Jungen Freiheit die Partei spaltet

Ex-FDP-Justizministerin bezeichnet JF als 'No-go-Zone'

FDP-Streit eskaliert: Warum Hagens Interview mit der Jungen Freiheit die Partei spaltet

In der Freien Demokratischen Partei (FDP) ist eine Debatte entbrannt, ausgelöst durch ein Interview, das Generalsekretär Martin Hagen einem rechtsextremen Medium gegeben hat. Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kritisierte Hagen öffentlich für das Gespräch mit der Jungen Freiheit. Der Streit offenbart tiefe Gräben innerhalb der Partei darüber, wie mit umstrittenen Medien umgegangen werden soll.

Hagen hatte der Jungen Freiheit das Interview gewährt und seine Entscheidung später verteidigt. Er argumentierte, das Blatt sei weder unzuverlässig noch verfassungsfeindlich. Zudem bedauerte er, dass die Gesellschaft – insbesondere während der Amtszeit von Angela Merkel – die Fähigkeit verloren habe, miteinander zu diskutieren.

Die Aktion löste umgehend scharfe Kritik aus. Leutheusser-Schnarrenberger verurteilte das Interview und warnte, der Dialog mit der Jungen Freiheit könnte dazu beitragen, die rechtsextreme AfD zu normalisieren. Sabine Döring ging noch weiter: Aus Protest gegen die Wahl des Diskussionsforums zog sie sich von einer FDP-nahen Podiumsdiskussion zurück.

Nicht alle Parteimitglieder lehnten Hagens Schritt ab. Die Vorstandsmitglied Susanne Seehofer unterstützte das Interview und betonte, wie wichtig es sei, mit Menschen unterschiedlicher Ansichten im Gespräch zu bleiben. Hagen selbst machte jedoch deutlich, dass die FDP nicht mit der AfD zusammenarbeiten werde – diese sei „kein potenzieller Partner“.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Konflikt zeigt die Spannungen innerhalb der FDP bei der Positionierung gegenüber rechtsextremen Medien. Hagens Interview führte zu öffentlicher Kritik, einem Rückzug von einer Veranstaltung und der erneuten Bestätigung, dass die Partei keine Kooperation mit der AfD anstrebt. Im Kern geht es in der Debatte darum, ob der Dialog mit solchen Medien das Risiko birgt, extremistische Positionen zu legitimieren.

Quelle