19 June 2026, 20:07

FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab

Aus der Debatte zurückgezogen

FDP-Streit eskaliert: Döring sagt Debatte mit Hagen nach Junge Freiheit-Interview ab

Die Spannungen innerhalb der FDP haben sich zugespitzt, nachdem Sabine Döring von einer geplanten Debatte mit ihrem Parteikollegen Martin Hagen zurückgetreten ist. Die Absage folgt auf ein kürzlich von Hagen gegebenes Interview mit der Jungen Freiheit, einer Publikation, mit der sie sich nun nicht mehr auseinandersetzen möchte. Der Schritt unterstreicht die wachsenden Gräben innerhalb der Partei über den Umgang mit bestimmten Medienplattformen.

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Martin Hagen hatte der Jungen Freiheit kürzlich ein scharf formuliertes Interview gegeben, in dem er die AfD kritisierte und den Niedergang einer sachlichen Debattenkultur beklagte. Das Blatt gilt als Medium, das vor allem Leser anspricht, die der AfD nahestehen – eine Partei, die bei der Bundestagswahl 2025 fast 900.000 ehemalige FDP-Wähler für sich gewinnen konnte.

Als Reaktion sagte Döring eine geplante Podiumsdiskussion mit Hagen bei der Friedrich-Naumann-Stiftung ab. Sie begründete dies damit, dass sie als Wissenschaftlerin und Liberale nicht länger mit der Jungen Freiheit in Verbindung gebracht werden wolle. Mit ihrem Rückzug will sie die Unterstützung für Hagen erschweren; Beobachter vermuten jedoch, dass dies auch ihre eigene öffentliche Wirkung schwächen könnte.

Andere FDP-Politiker hatten in der Vergangenheit durch Interviews oder Gastbeiträge mit der Publikation kooperiert. Dörings Entscheidung markiert damit einen deutlichen Bruch mit dieser Praxis.

Ihre Absage verdeutlicht die tiefe Zerrissenheit der FDP in Fragen der Medienstrategie und politischen Positionierung. Die Partei ringt weiterhin mit Wählerverlusten an die AfD. Der Streit spiegelt die größeren Debatten wider, wie auf die sich verändernde politische Landschaft reagiert werden soll.

Quelle