Ermittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Volksverhetzung eingestellt
Noah FrankeErmittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Hassrede-Verdacht eingestellt - Ermittlungen gegen AfD-Politiker Eisenhut wegen Volksverhetzung eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat ein Ermittlungsverfahren gegen Bernhard Eisenhut, Landtagsabgeordneten der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD), eingestellt. Gegenstand der Untersuchungen waren Vorwürfe der Volksverhetzung nach Äußerungen, die er Anfang Oktober 2025 bei einer AfD-Veranstaltung getätigt hatte. Die Behörden sahen letztlich von einer Anklage ab.
Eisenhut war in die Kritik geraten, nachdem er bei der Veranstaltung erklärt hatte: "Die wunderbaren Fachkräfte, die wir jetzt hier haben – na, das wird nichts. Die können eigentlich nur stechen und vergewaltigen." Die Aussage löste Prüfungen aus, ob sie gegen Hassrede-Gesetze verstößt.
Die Staatsanwälte untersuchten, ob die Äußerung als strafbare Volksverhetzung gewertet werden könne. Zwar räumten sie ein, dass die Wortwahl provokant war, sie könnte jedoch auch als überzogene politische Rhetorik interpretiert werden. Da der Kontext der Rede unklar blieb, gestaltete sich die Bewertung schwierig.
Die Ermittler verwiesen zudem darauf, dass Eisenhuts Aussage als Bezug auf frühere Gewalttaten im Zusammenhang mit einigen Geflüchteten verstanden werden könnte. Letztlich kamen sie jedoch zu dem Schluss, dass der Schutz der Meinungsfreiheit in der politischen Debatte eine Strafverfolgung ausschließe. Weder formelle Beschwerden noch frühere Ermittlungen wegen ähnlicher Vorwürfe gegen Eisenhut seit seiner Wahl 2021 lagen vor.
Mit der Entscheidung bleibt Eisenhut juristisch konsequenzlos. Die Staatsanwaltschaft urteilte, dass seine umstrittenen Äußerungen trotz ihrer Brisanz nicht die Schwelle zur Strafverfolgung erreichten. Das Verfahren wurde ohne weitere Maßnahmen eingestellt.
