20 April 2026, 18:09

Energiekonflikte eskalieren: USA verlängern Sanktionen gegen NIS, Deutschland privatisiert Sefe

Eine Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil der natürlichen Gasimporte aus Russland in Europa zeigt, mit Text, der die Investitionsprozente angibt.

Energiekonflikte eskalieren: USA verlängern Sanktionen gegen NIS, Deutschland privatisiert Sefe

Die USA haben eine letzte einmonatige Ausnahmeregelung für Sanktionen gegen die serbische Ölgesellschaft Naftna Industrija Srbije (NIS) verlängert, die unter dem Einfluss russischer Interessen steht. Unterdessen treibt Deutschland die Pläne zur Privatisierung von Sefe, einer ehemaligen Gazprom-Tochter, voran – vor dem Hintergrund steigender Energiespannungen in ganz Europa.

Auch die Republik Moldau erwägt die Verstaatlichung ihres Gasversorgers Moldovagaz nach einem Streit mit dem russischen Konzern Gazprom.

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums hatte Gazprom Neft ursprünglich angewiesen, seinen Anteil an NIS innerhalb von 45 Tagen zu veräußern. Die jüngste Fristverlängerung gibt dem Unternehmen nun einen zusätzlichen Monat, um die Vorgabe zu erfüllen.

In Deutschland strebt die Bundesregierung an, ihren Anteil an Sefe bis 2028 um mindestens 75 Prozent zu reduzieren. Der Privatisierungsprozess beginnt mit einer Kapitalerhöhung in Höhe von 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Im Anschluss sind weitere Anteilsverkäufe geplant.

Sefe, das Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung betreibt, betont, dass es seine Kerngeschäftsbereiche zusammenhalten und nicht einzeln veräußern werde. Steigende Gaspreise und geopolitische Spannungen haben den Zeitplan für die Privatisierung beschleunigt. Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur.

In der Republik Moldau wiederum wird die Verstaatlichung von Moldovagaz vor dem Hintergrund eines anhaltenden Konflikts mit Gazprom in Erwägung gezogen. Der Schritt spiegelt die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit in der Region wider.

Die US-Ausnahmeregelung für NIS gewährt eine kurze Atempause, bevor strengere Sanktionen in Kraft treten. Deutschlands Privatisierung von Sefe wird die Energielandschaft des Landes neu gestalten – mit möglichen Fusionen und Vermögensverkäufen am Horizont. Die Pläne der Moldau für Moldovagaz deuten auf weitere Verschiebungen im europäischen Energiesektor hin, während die Spannungen mit Russland anhalten.

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