01 May 2026, 04:09

Edenhofer fordert radikale Wende in der deutschen Klimapolitik – trotz Wirtschaftskrise

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, aufgeschlüsselt nach Energiequellen einschließlich fossiler Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer fordert radikale Wende in der deutschen Klimapolitik – trotz Wirtschaftskrise

Der Ökonom Ottmar Edenhofer hat die Regierung aufgefordert, ihre Klimapolitik grundlegend zu überdenken. Er warnt davor, die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Industrie auf Umweltschutzmaßnahmen zu schieben. Stattdessen betont er, dass langfristige Sicherheit und der Erhalt von Wohlstand die eigentlichen Ziele einer nachhaltigen Politik seien.

Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Haushalte mit steigenden Kosten und Unsicherheiten bei der Heizungssanierung konfrontiert sind. Edenhofer besteht darauf, dass bessere Planung – und nicht ein Rückbau der Klimaschutzmaßnahmen – die Lösung sei.

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Edenhofer erkennt an, dass Hausbesitzer, die auf Wärmepumpen umsteigen, unter finanziellen Belastungen leiden. Er schlägt vor, die Stromsteuer zu senken, um den Wechsel erschwinglicher zu machen. Gleichzeitig warnt er vor einer voreiligen Rückkehr zu neuen Öl- und Gasheizungen, da er erwartet, dass die Preisschocks zurückkehren werden.

Kritik übt er an der Bundesregierung, die es versäumt habe, die Klimapolitik sorgfältig auszugestalten. Statt bestehende Förderprogramme aufzugeben, plädiert er für deren Verbesserung. Eine Klimadividende und eine Abgabe auf neue fossile Heizsysteme könnten helfen, Kosten und Anreize auszubalancieren.

Der Wirtschaftswissenschaftler betont, dass Klimapolitik kein Wettbewerbsnachteil sei, sondern eine Investition in zukünftigen Wohlstand. Er mahnt die Verantwortlichen, den Fokus auf langfristige Herausforderungen nicht zu verlieren – selbst wenn kurzfristige Krisen bewältigt werden müssen.

Zu Edenhofers Vorschlägen gehören Steuersenkungen auf Strom sowie Gebühren auf neue Öl- und Gasheizungen. Er ist überzeugt, dass diese Schritte die finanzielle Belastung verringern und gleichzeitig die Klimaziele im Blick behalten würden. Ohne durchdachte Planung, warnt er, könnten kurzfristige Lösungen die langfristige Stabilität gefährden.

Quelle