Die Linke plant radikalen Schritt: Gehaltsdeckel für Abgeordnete als Symbol der Gerechtigkeit
Miriam WolfDie Linke plant radikalen Schritt: Gehaltsdeckel für Abgeordnete als Symbol der Gerechtigkeit
Die Linke erwägt Gehaltsdeckel für Abgeordnete – als Zeichen für Arbeiterklassen-Nähe
Die Linke diskutiert die Einführung einer Obergrenze für die Bezüge ihrer Mandatsträger, um sich stärker an den Werten der Arbeiterklasse zu orientieren. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Einkünfte auf ein durchschnittliches Arbeitnehmergehalt begrenzt werden sollen – ein Schritt, der die Wurzeln der Partei widerspiegeln würde. Die Vorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken haben bereits angekündigt, ihre eigenen Bezüge zu kürzen.
Die Vorgängerpartei PDS war von Anfang an in Landesparlamenten und im Bundestag vertreten. Viele ihrer Abgeordneten verdienten deutlich mehr als ihre Wähler aus der Arbeiterklasse – ohne darin einen Widerspruch zu sehen. Selbst Gründungsfiguren wie Lothar Bisky und Klaus Ernst stockten ihre Parlamentsdiäten mit zusätzlichen Parteimitteln auf.
Die ehemalige Co-Vorsitzende Janine Wissler bezieht derzeit ein monatliches Bruttogehalt von 11.833,47 Euro. Nach Abzügen bleibt ihr deutlich weniger netto. Dennoch will die Partei nun eine selbst auferlegte Gehaltsobergrenze für alle ihre Mandatsträger verbindlich festschreiben.
Kritiker warnen, dass eine Deckelung der Bezüge hochqualifizierte Kandidaten von einer Kandidatur abhalten könnte. Befürworter hingegen hoffen, damit mehr Idealisten in den Bundestag zu holen. Die Parteiführung strebt an, den Beschluss auf dem nächsten Parteitag verbindlich zu verankern.
Mit dem Vorstoß will die Linke ihr Bekenntnis zu Arbeiterklassen-Idealen und moralischer Glaubwürdigkeit unterstreichen. Über die Einführung des Gehaltsdeckels wird auf dem anstehenden Parteitag entschieden. Der Schritt könnte das Profil ihrer Abgeordneten im Parlament nachhaltig prägen.






