Die Grünen in Baden-Württemberg: Vom Protest zur Macht – und nun zur Zukunftswahl 2026
Die Grünen in Baden-Württemberg: Vom Protest zur Macht – und nun zur Zukunftswahl 2026
Die Grünen, die in Baden-Württemberg eine starke politische Kraft sind, haben ihre Wurzeln in den Protestbewegungen der 1970er-Jahre in Deutschland. Sie haben sich schnell zu einer politischen Kraft entwickelt und zogen 1983 erstmals in den Bundestag ein. In Baden-Württemberg regieren sie seit 2011 als stärkste Kraft und bereiten sich nun auf die Landtagswahl 2026 vor, mit dem Ziel, Wohlstand und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Erstmals in einem Flächenland zogen die Grünen 1980 in einen Landtag ein, als sie in Baden-Württemberg Mandate errangen. Ihr Einfluss wuchs stetig und gipfelte in den Wahlen 2016 und 2021, bei denen sie jeweils als stärkste Partei hervorgingen. Unter Winfried Kretschmann, der seit 2011 Ministerpräsident ist, regierten sie zunächst mit der SPD, bevor sie 2016 eine Koalition mit der CDU eingingen. Kretschmanns Regierung trieb den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur voran: Eisenbahnprojekte wie Stuttgart 21 wurden vorangetrieben, Radwege ausgebaut und einige Straßenprojekte zurückgestuft. In der Energiepolitik beschleunigte die Landesregierung den Umstieg auf Erneuerbare – bis 2025 soll der Anteil Ökostrom bei fast 50 Prozent liegen, und bis 2030 soll der Kohleausstieg vollzogen sein. Grüner Wasserstoff und verschärfte Klimaziele prägen ebenfalls die Agenda. Für die Wahl 2026 haben die Grünen Cem Özdemir, den ehemaligen Bundeslandwirtschaftsminister, als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten nominiert. Ihr Programm verbindet linksgerichtete Wirtschaftspolitik mit progressiven gesellschaftlichen Positionen: Sie setzen sich für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen, Migrationsrechte und eine widerstandsfähige Wirtschaft ein. Ziel ist es, das Land durch gezielte Investitionen in Industrie und Infrastruktur sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich stark zu machen. Der Aufstieg der Grünen von einer Protestbewegung zur regierenden Partei zeigt ihre langfristige Strategie, ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Stabilität zu verbinden. Mit Özdemir an der Spitze des Wahlkampfs 2026 streben sie an, ihre Erfolgsbilanz in Baden-Württemberg auszubauen – durch eine Vertiefung der Klimapolitik bei gleichzeitiger Wahrung des Wohlstands. Ihr Erfolg wird davon abhängen, ob es ihnen gelingt, die ökologische Wende mit industriellen und sozialen Prioritäten weiter in Balance zu halten.
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