DGB und SPD planen Pflicht-Rente: Arbeitgeber sollen mitzahlen
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auf ein neues verpflichtendes betriebliches Rentensystem. Nach dem Vorschlag sollen Arbeitgeber gemeinsam mit den Beschäftigten in die Rentenkasse einzahlen. Die Initiative findet nun Unterstützung in der SPD-Bundestagsfraktion.
DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hatte zunächst eine gesetzliche betriebliche Altersvorsorge gefordert. Sie argumentierte, ein solches System würde Arbeitnehmern höhere Rentenansprüche sichern. Die Idee stieß bei Politikern schnell auf offene Ohren.
Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Dagmar Schmidt befürwortete den Plan, betonte jedoch, dass zusätzliche Finanzmittel nötig seien. Sie bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge übernehmen müssten. Ohne eine faire Kostenbeteiligung, warnte sie, könne das Modell keine ausreichende Altersabsicherung gewährleisten.
Mittlerweile hat die SPD-Fraktion den DGB-Vorschlag offiziell gebilligt. Ihre Zustimmung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Bundestag die Umsetzung des Systems weiter berät. Der Plan sieht vor, dass Arbeitgeber die Rentenlasten mit den Beschäftigten teilen. Sollte er verabschiedet werden, könnte er die Altersvorsorge von Millionen Arbeitnehmern grundlegend verändern. Der nächste Schritt hängt von den politischen Verhandlungen in den kommenden Monaten ab.






