07 June 2026, 02:08

DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer – wer zahlt mit?

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert Pflicht-Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer – wer zahlt mit?

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Einführung einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Nach dem Vorschlag sollen Arbeitgeber einen Teil der Kosten tragen, um sicherzustellen, dass die finanzielle Last nicht allein bei den Beschäftigten liegt. Derzeit verfügen etwa 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge – oft, weil ihre Unternehmen nicht an Tarifverträge gebunden sind.

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Der DGB argumentiert, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Rente dienen sollte. Arbeitgeber müssten demnach gemeinsam mit den Beschäftigten in diese Systeme einzahlen. Für Betriebe ohne Gewerkschaftsvertretung schlägt der Vorschlag vor, Arbeitnehmer in bestehende Pensionsmodelle unter vereinfachten Bedingungen aufzunehmen.

In vielen europäischen Ländern sind verpflichtende Renteneinzahlungen von 20 Prozent oder mehr bereits üblich. Dort übernehmen Arbeitgeber häufig einen größeren Anteil als die Beschäftigten. Der DGB sieht seinen Vorstoß im Einklang mit diesen internationalen Standards und betont, dass die Forderung nicht überzogen sei.

Allerdings rechnet die Gewerkschaft mit Widerstand angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Belastungen. Dennoch bleibt der DGB entschlossen, in Tarifverhandlungen eine betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer durchzusetzen. Detaillierte Vorschläge sollen bis Ende des Monats vorgelegt werden.

Sollte der Plan umgesetzt werden, würde die betriebliche Altersvorsorge auf Millionen Beschäftigte ausgeweitet, die bisher keinen Anspruch darauf haben. Arbeitgeber wären gesetzlich verpflichtet, sich an der Finanzierung zu beteiligen, was die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer verringern würde. Als nächste Schritte plant der DGB formelle Verhandlungen und die Veröffentlichung konkreter Maßnahmen noch vor Monatsende.

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