Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch bis 2027
Luisa BrandtDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch bis 2027
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre deutlich nach unten korrigiert. Ihr aktueller Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht werden soll, zeichnet ein weit düstereres Bild als noch vor sechs Monaten.
In ihrer letzten gemeinsamen Konjunkturprognose waren die Institute noch von einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent im Jahr 2023 und 1,4 Prozent im Jahr 2024 ausgegangen. Nun erwarten sie für dieses Jahr nur noch ein schwaches Plus von 0,6 Prozent. Auch die Aussichten für 2027 wurden gedämpft – das Wachstum wird nun auf lediglich etwa 1 Prozent geschätzt.
Die deutliche Abwärtsrevision folgt auf zunehmende wirtschaftliche Belastungen. Der anhaltende Konflikt im Iran sowie stark gestiegene Öl- und Gaspreise haben das Geschäftsklima und die Verbraucherausgaben belastet. Diese Faktoren zwingen die Ökonomen, ihre früheren, optimistischeren Einschätzungen grundlegend zu überdenken.
Die überarbeiteten Zahlen werden am Mittwoch im Rahmen des aktuellen Wirtschaftsberichts der Institute vollständig veröffentlicht. Die neue Prognose markiert einen klaren Bruch mit den bisherigen Erwartungen. Da das Wachstum bis 2027 voraussichtlich schwächelnd bleibt, müssen sich Unternehmen und Politiker auf ein deutlich schwierigeres wirtschaftliches Umfeld einstellen. Der Bericht unterstreicht, wie externe Schocks die Erholung der deutschen Wirtschaft weiterhin belasten.






