Deutsche Autobauer warnen vor EU-Klimazielen: Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr
Miriam WolfDeutsche Autobauer warnen vor EU-Klimazielen: Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr
Die Vorstände der führenden deutschen Automobilhersteller haben die verschärften Klimaziele der EU für 2030 öffentlich kritisiert. Sie argumentieren, dass die neuen Vorgaben die globale Wettbewerbsfähigkeit der Branche schwächen und hohe finanzielle Belastungen mit sich bringen könnten.
Ola Källenius, Chef von Mercedes, führte die Warnungen an und erklärte, strengere CO₂-Grenzwerte für Fahrzeugflotten könnten deutsche Autokonzern in der wirtschaftlichen Rangliste nach hinten drängen. Zudem warnte er vor „empfindlichen Strafzahlungen“ und betonte, dass die Maßnahmen kaum etwas gegen die Konkurrenz aus China ausrichten würden. Källenius unterstrich die Notwendigkeit von Kostensenkungen und einer besseren Wettbewerbsfähigkeit, um die Produktion in Deutschland zu halten.
Auch Oliver Blume von Volkswagen teilte diese Bedenken und forderte längere Übergangszeiten sowie Sonderregelungen wie „Hypercredits“ für kleine Elektromodelle. Er argumentierte, die Politik könne die Ziele nicht weiter anheben, wenn die Kundennachfrage hinterherhinkt. BMW-Chef Milan Nedeljković ergänzte, die EU-Vorgaben seien riskant und erforderten günstigere Rahmenbedingungen.
Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, erkannte die Schwierigkeiten der Branche an, schlug jedoch keine Alternativen vor.
Die Automobilhersteller betonen, sie wollten die Produktion in Deutschland erhalten, verlangten aber einen flexibleren regulatorischen Ansatz. Ohne Anpassungen drohten ihnen Strafzahlungen und ein Verlust an Marktpositionen. Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Klimazielen und industrieller Wettbewerbsfähigkeit auf.






