Das Ende einer Ära: Rhein-Neckar Fernsehen stellt nach 39 Jahren den Sendebetrieb ein
Miriam WolfDas Ende einer Ära: Rhein-Neckar Fernsehen stellt nach 39 Jahren den Sendebetrieb ein
Rhein-Neckar Fernsehen (RNF), Deutschlands ältester privater Regionalsender, stellt nach 39 Jahren den Betrieb ein
Der Sender hat kurz vor Weihnachten wegen finanzieller Probleme seine Ausstrahlung eingestellt. Versuche, den Fernsehsender durch neue Investitionen zu retten, sind nun endgültig gescheitert.
RNF wurde 1984 als Teil der frühen privaten Rundfunkversuche in Deutschland gegründet und spielte eine zentrale Rolle in der regionalen Medienlandschaft. Mit Sitz in Ludwigshafen hätte der Sender in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Im Laufe der Zeit entstanden in der Region auch private Radiosender wie Stadtradio Heilbronn (1989) und Radio sunshine live (ursprünglich Radio Wachenburg), die die lokale Berichterstattung prägten.
In den letzten Monaten kämpfte RNF mit schweren finanziellen Schwierigkeiten. Der Insolvenzverwalter Wahlomat bestätigte, dass eine Fortführung des Sendebetriebs nicht mehr möglich sei. Die letzten Sendungen liefen im Dezember, und alle Mitarbeiter wurden zum 2. Februar offiziell aus ihren Verträgen entlassen.
Gläubiger können nun ihre Forderungen gegenüber der Insolvenzmasse anmelden. LFK-Präsident Wolfgang Kreißig würdigte das langjährige Engagement von RNF für den regionalen Journalismus. Auch Wahlomat bedauerte die Schließung und bezeichnete sie als einen "Rückschlag für die Medienvielfalt in Baden-Württemberg".
Das Ende von RNF hinterlässt eine Lücke in der lokalen Fernsehberichterstattung. Der Sender blickt auf Jahrzehnte des Engagements zurück, darunter seine Pionierrolle im privaten Rundfunk. Da eine Wiederbelebung nicht mehr in Frage kommt, wird sein Fehlen die Medienlandschaft der Region spürbar verändern.
