Dachser investiert 20 Millionen Euro in Chemielogistik-Hub bei Karlsruhe
Miriam WolfDachser investiert 20 Millionen Euro in Chemielogistik-Hub bei Karlsruhe
Dachser baut Logistikdrehscheibe in Malsch bei Karlsruhe für 20 Millionen Euro aus
Der Logistikdienstleister Dachser erweitert seinen Standort in Malsch bei Karlsruhe mit einer Investition von 20 Millionen Euro. Das Projekt umfasst ein neues Hochregallager, das speziell für die Lagerung von Chemikalien und gefährlichen Gütern konzipiert ist. Mit dem Bau wurde begonnen, um der steigenden Nachfrage aus der chemischen Industrie gerecht zu werden.
Das neue Lager erstreckt sich über 21.800 Quadratmeter und bietet Platz für rund 43.000 Paletten. Gelagert werden unter anderem Farben, Lacke und Klebstoffe. Die Bauarbeiten begannen rechtzeitig, um den Betrieb der Anlage Anfang 2019 aufnehmen zu können.
Das Gefahrgutlager ist in neun Bereiche unterteilt, die jeweils durch Brandschutzmauern voneinander getrennt sind. Jeder Abschnitt verfügt über automatische Löschanlagen. In einigen Zonen kommen zusätzlich Gassensoren und Schaumlöschsysteme zum Einsatz.
Um die Umwelt zu schützen, sind die Stahlbetonböden mit Dichtungsmembranen ausgestattet, die im Brandfall austretende Löschmittel zurückhalten. Die Abflüsse ins Kanalsystem sind mit Sperren versehen, um eine Grundwasserverschmutzung zu verhindern. Der Standort wurde aufgrund seiner hervorragenden Verkehrsanbindung, insbesondere nach Frankreich, gewählt.
Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2019 ist die Nachfrage nach chemielogistischen Dienstleistungen in der Region Karlsruhe um 25 bis 30 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg spiegelt sowohl die ausgeweitete Industrieproduktion als auch strengere regulatorische Vorgaben wider.
Die erweiterte Logistikdrehscheibe unterstützt nun mehr Unternehmen der chemischen Branche. Moderne Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen gewährleisten die Einhaltung aller Vorschriften. Die Anlage bleibt damit ein zentraler Knotenpunkt im Logistiknetz der Region.