07 February 2026, 10:18

CSU-Politiker nutzen Fastnacht in Franken für verkleidete Botschaften und Spekulationen

Eine Karikatur eines Mannes in einem gelben Anzug und einer Frau in einem blauen Kleid, die vor einer hölzernen Kiste mit einem Adler darauf stehen, mit mehreren Personen und einer Texttafel im Hintergrund und einem Text am unteren Rand, der "Die Koalitionsbewerber erneuern die freien Wahlen der Wähler" lautet.

CSU-Politiker nutzen Fastnacht in Franken für verkleidete Botschaften und Spekulationen

Politiker der bayerischen CSU nutzten die diesjährige Fastnacht in Franken-Gala für markante Auftritte. Ihre Kostüme transportierten Botschaften – mal verspielt, mal mit politischer Schärfe. Beim traditionellen Event setzten prominente Vertreter auf verkleidete Statements, um Anliegen zu unterstreichen oder gar Ambitionen anzudeuten.

Unter den Gästen waren Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der ehemalige Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, deren Outfits über die Feierlichkeiten hinaus für Gesprächsstoff sorgten.

Markus Söder, CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident, erschien als Braveheart, der schottische Freiheitskämpfer aus dem gleichnamigen Film. Seine Wahl löste Diskussionen aus – viele deuteten sie als symbolischen Verweis auf seine eigenen politischen Kämpfe. Die markante Verkleidung passte zu seinem Image als entschlossener Führungspersönlichkeit.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär setzte auf ein meeresinspiriertes Kostüm. Ihr Auftritt sollte den Schutz der Ozeane in den Fokus rücken, ein Thema, für das sie sich öffentlich einsetzt. Mit Elementen, die das marine Leben symbolisierten, vermittelte sie ihre Botschaft auch ohne Worte.

Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, verkleidete sich als Suffragette. Ihr Kostüm erinnerte an die Frauenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die für das Frauenwahlrecht kämpfte. Zwar forderte ihr Auftritt indirekt mehr weibliche Repräsentation in der Politik, doch ein direkter Zusammenhang mit konkreten Fortschritten bei der politischen Teilhabe von Frauen in Bayern seit dem Start der Kampagne Bayern ruft 2018 lässt sich nicht herstellen.

Alexander Dobrindt, ehemaliger Bundesinnenminister, wählte einen humorvollen Ansatz: Er erschien als Lucky Luke, der schnelle Revolverheld aus den Comics. Seine Verkleidung stach durch ihre Leichtigkeit hervor und bildete einen Kontrast zu den ernsteren Botschaften anderer Gäste.

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Die Gala entwickelte sich erneut zu einer Bühne politischer Ausdrucksformen durch Kostüme. Während manche Outfits wie Söders Braveheart Spekulationen über verborgene Motive nährten, warben andere – etwa Bärs maritimes Design – direkt für gesellschaftliche Anliegen. Das Event zeigte einmal mehr, wie selbst scheinbar harmlose Traditionen im politischen Raum Gewicht erlangen können.