CDU setzt im Wahlkampf auf Plakate und bürgernahe Inszenierungen statt Online-Werbung
"Der Normale": CDU wirbt mit Hagel als Mann von der Mitte - CDU setzt im Wahlkampf auf Plakate und bürgernahe Inszenierungen statt Online-Werbung
Die CDU hat ihre Kampagne für die anstehende Landtagswahl umgestellt und setzt nun stärker auf Offline-Methoden, nachdem neue EU-Regeln die politische Online-Werbung stark eingeschränkt haben. Manuel Hagel, der Spitzenkandidat der Partei, wird als bürgernaher Politiker in lockeren Umgebungen präsentiert – etwa auf Baustellen oder im Kreis einfacher Wähler.
Die Anpassungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Plattformen wie Meta und Google politische Werbung einstellen und die Parteien gezwungen sind, ihre Strategien zur Wähleransprache zu überdenken.
Die CDU-Kampagne setzt nun vor allem auf großflächige Plakate mit Hagel, kombiniert mit prägnanten Botschaften zu zentralen Themen. Die Plakate bleiben schlicht gestaltet und zeigen lediglich den Parteinamen und den Namen des Kandidaten. Ein markantes Türkis, benannt nach Cadenabbia – dem Urlaubsort Konrad Adenauers – sorgt für einen einheitlichen visuellen Auftritt der Kampagnenmaterialien.
Generalsekretär Tobias Vogt kritisierte die neuen EU-Vorschriften als "bürokratisches Monster" und argumentierte, sie würden die Fähigkeit der CDU, Wähler zu erreichen, massiv einschränken. Die Regelungen verlangen, dass bezahlte politische Anzeigen Finanzierung, Ausgaben und Zielgruppenansprache offenlegen – Anforderungen, die viele Plattformen nicht erfüllen können. Da Online-Werbung nun stark begrenzt ist, setzt die CDU verstärkt auf klassische Wahlkampfmethoden. Hagels Image als "Typ von nebenan" steht dabei im Mittelpunkt: Inszenierte Fotos zeigen ihn in Arbeitskleidung und alltäglichen Situationen. Die Partei will damit einen volksnahen, basisdemokratischen Eindruck erwecken – angesichts der verschärften digitalen Rahmenbedingungen.
Die Strategie der CDU konzentriert sich nun auf physische Plakatwände, zurückhaltende Wahlplakate und Hagels bodenständige Selbstdarstellung. Der Wandel spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen politische Parteien im Umgang mit den strengeren Transparenzregeln der EU stehen. Da digitale Plattformen politische Werbung zunehmend ablehnen, werden Offline-Methoden zum unverzichtbaren Bestandteil des Wahlkampfs.
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