CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück
Miriam WolfCDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist für die Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in die Kritik geraten. Die Aufnahmen, die er auf seinem Instagram-Account geteilt hatte, zeigten Uniformierte, die auf den historischen Militärfahrzeugen unterwegs waren. Der Vorfall führte dazu, dass Bommert von einem wichtigen Ausschussvorsitz zurücktrat.
Das inzwischen gelöschte Video zeigte ein Treffen mit Motorrädern aus der NS-Zeit. Bommert weigerte sich zunächst, Fragen zum Inhalt zu beantworten. Es ist nicht das erste Mal, dass er für Aufsehen sorgt – bereits zuvor hatte ein WhatsApp-Status, in dem er Politiker mit verstorbenen Prominenten verglich, für Empörung gesorgt.
Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von dem Video und dessen Botschaft. Er kündigte an, die Angelegenheit intern zu besprechen und ein direktes Gespräch mit Bommert zu suchen. In den vergangenen fünf Jahren gab es in der brandenburgischen CDU keine öffentlichen Sanktionen gegen Politiker wegen ähnlicher Vorfälle.
Nach der Kritik trat Bommert als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die Partei bestätigte, dass der Vorfall intern aufgearbeitet werde. Die CDU Brandenburg wird die Situation nun weiter prüfen. Bommerts Rückzug vom Ausschussvorsitz ist die erste direkte Konsequenz der Affäre. Bisher hat die Partei keine weiteren Maßnahmen oder Stellungnahmen angekündigt.






