Bürstner stoppt Caravan-Produktion und setzt auf Reisemobile und Campervans
Noah FrankeBürstner stoppt Caravan-Produktion und setzt auf Reisemobile und Campervans
Bürstner kündigt radikale Wende in der Produktionsstrategie an
Der Wohnwagenhersteller Bürstner stellt seine Produktion ab 2027 grundlegend um: Das Unternehmen setzt die Fertigung von Caravans vorerst aus und konzentriert sich stattdessen auf Reisemobile und Campervans. Diese Entscheidung folgt einem deutlichen Einbruch der Caravan-Verkäufe in Deutschland im vergangenen Jahr.
Die Neuzulassungen von Caravans in Deutschland gingen 2025 um 13,4 Prozent zurück – nur noch 18.766 Einheiten fanden Abnehmer. Angesichts dieses Rückgangs überdenkt Bürstner nun seine Prioritäten. Unter dem Motto „Bürstner Reloaded“ wird die Marke künftig alle Ressourcen in den Ausbau von Reisemobilen und Campervans stecken, die bei Campern zunehmend gefragt sind.
Die Caravan-Produktion wird zur Saison 2027 komplett eingestellt. Geschäftsführer Hubert Brandl betonte jedoch, dass es sich um eine vorübergehende Maßnahme handele – ein endgültiger Marktaustritt sei nicht geplant. Zudem versicherte das Unternehmen bestehenden Caravan-Besitzern, dass Serviceleistungen und Ersatzteile weiterhin ohne Einschränkungen verfügbar bleiben.
Die strategische Neuausrichtung wird nicht mit Stellenabbau einhergehen. Beide Produktionsstandorte in Kehl (Deutschland) und Weißenburg (Frankreich) werden wie gewohnt weiterbetrieben.
Bürstners Schritt spiegelt den wachsenden Trend zu Reisemobilen und Campervans wider. Zwar wird die Caravan-Fertigung 2027 pausieren, doch das Unternehmen lässt sich eine mögliche Rückkehr offen. Vorerst liegt der Fokus darauf, das Angebot an Reisemobilen und Campervans deutlich auszubauen.






