Bundeswehr besucht über 2.000 Mal Schulen – Kritik an militärischer Präsenz wächst
Miriam WolfBundeswehr besucht über 2.000 Mal Schulen – Kritik an militärischer Präsenz wächst
Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, führten Anfang 2024 über 2.000 Schulbesuche durch. Die Zahl stellt einen deutlichen Anstieg in den letzten Jahren dar, wobei einige Bundesländer deutlich mehr Einsätze verzeichneten als andere. Kritiker äußern Bedenken über die wachsende militärische Präsenz in Bildungseinrichtungen.
Zwischen Januar und März 2024 besuchte die Bundeswehr Schulen insgesamt 2.013 Mal in ganz Deutschland. Bayern verzeichnete mit 562 Einsätzen die höchste Zahl, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 291 Besuchen. Niedersachsen registrierte 269 Schulbesuche, Baden-Württemberg 219 im gleichen Zeitraum.
Neben Schulen führte das Militär zudem 20 Besuche an Universitäten im gesamten Bundesgebiet durch.
Nicole Gohlke, Abgeordnete der Linken, kritisierte den zunehmenden Trend. Sie bezeichnete uniformierte Jugendoffiziere an Schulen als gezielte Strategie, um Minderjährige mit dem Militär vertrauter zu machen. Gohlke deutete an, dass die Besuche auch auf eine Nachwuchsgewinnung hindeuten könnten – trotz offizieller Dementis des Verteidigungsministeriums.
Die Schulbesuche der Bundeswehr haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Mit über 2.000 Einsätzen in nur drei Monaten zeigt das Programm keine Anzeichen einer Verlangsamung. Die Debatte über Sinn und Wirkung auf junge Menschen hält weiterhin an.






