08 May 2026, 12:07

Bundesregierung plant 1.000-Euro-Bonus – doch Länder blockieren wegen Milliardenkosten

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Bundesregierung plant 1.000-Euro-Bonus – doch Länder blockieren wegen Milliardenkosten

Die deutsche Bundesregierung hat einen neuen steuerfreien Bonus vorgeschlagen, um Bürgern zu helfen, die mit hohen Energiekosten und den wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran zu kämpfen haben. Nach einem Gesetzentwurf könnten Arbeitgeber ihren Beschäftigten bis Mitte 2027 bis zu 1.000 Euro steuerfrei auszahlen. Doch der Plan stößt bei den Bundesländern wegen Finanzierungsbedenken auf Kritik.

Der Bonus orientiert sich an früheren steuerfreien Zahlungen während der Coronavirus-Pandemie und der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs. Diesmal will die Regierung die finanzielle Belastung durch stark gestiegene Energiepreise und den anhaltenden Konflikt im Iran lindern. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, betroffenen Haushalten direkte Entlastung zu verschaffen.

Die Bundesländer haben jedoch Widerspruch eingelegt. Sie argumentieren, dass die durch die Steuerbefreiung entgehenden Einnahmen – geschätzt auf bis zu 2,8 Milliarden Euro – ihre Haushalte besonders hart treffen würden. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel forderte von der Bundesregierung, rund 700 Millionen Euro der kommunalen Kosten zu übernehmen, um die Lücke zu schließen. Auch Baden-Württembergs scheidender Ministerpräsident Winfried Kretschmann kritisierte die Finanzierungsstrategie als ungerecht gegenüber den regionalen Behörden.

Zusätzlich belastend wirkt eine geplante Tabaksteuererhöhung, von der allein der Bund profitieren würde. Länder und Kommunen befürchten, dass dies ihre finanzielle Situation weiter verschärft, ohne zusätzliche Unterstützung zu bieten.

Der vorgeschlagene steuerfreie Bonus von bis zu 1.000 Euro soll bis zum 30. Juni 2027 verfügbar bleiben. Zwar soll die Maßnahme Bürgern helfen, doch sie hat auch die Spannungen zwischen Bund und Ländern über die Finanzierungsverantwortung offenbart. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wer die Kosten der Steuerbefreiung tragen soll und wie Entlastung mit Haushaltsstabilität in Einklang zu bringen ist.

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