14 April 2026, 00:14

BSW attackiert SPD und CDU für jahrzehntelanges Bildungsversagen in Brandenburg

Offenes Buch mit detaillierter Landkarte von Brandenburg auf schwarzem Hintergrund.

BSW attackiert SPD und CDU für jahrzehntelanges Bildungsversagen in Brandenburg

Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) in Brandenburg hat ihre früheren Koalitionspartner von der SPD wegen Versagens in der Bildungspolitik scharf angegriffen. Die Landesvorsitzende Friederike Benda bezeichnete jüngste Entscheidungen als "falsch" und machte jahrzehntelanges Fehlmanagement von CDU und SPD für die aktuelle Krise verantwortlich.

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) bestätigte unterdessen einen Rekordmangel an Lehrkräften, der die Bedingungen an Schulen in der gesamten Region weiter verschärft. Streitpunkt sind Kürzungen im Haushalt und Personalentscheidungen aus der Zeit der SPD-BSW-Koalition. Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen – eine Maßnahme, die nun heftig kritisiert wird. Hoffmann wirft den früheren SPD-Ministern Steffen Freiberg und Robert Crumbach vor, mit diesen Kürzungen die Lehrkräfteknappheit verschärft zu haben.

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Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen zudem die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Benda wies Hoffmanns Argumente als "lächerlich" zurück und betonte, die aktuellen Probleme seien nicht auf nur zwölf Monate BSW-Beteiligung zurückzuführen. Stattdessen verwies sie auf drei Jahrzehnte falscher Politik der beiden großen Parteien.

Die BSW hatte die Bildungsagenda der SPD zuvor noch unterstützt, räumt nun aber ein, dass dies ein Fehler war. Benda argumentiert, das gegenwärtige Chaos sei das Ergebnis langjähriger Versäumnisse und nicht etwa jüngster Koalitionsentscheidungen.

Brandenburgs Schulen stehen nun vor einer sich zuspitzenden Lehrkräftemangels: Weniger Vollzeitstellen und steigende Arbeitsbelastungen prägen den Alltag. Die Kritik der BSW offenbart tiefe Gräben in der Bewertung vergangener Politik, während Hoffmanns Ministerium mit den Folgen kämpft. Die Debatte über die Verantwortung für die Krise bleibt vorerst ungelöst.

Quelle