19 April 2026, 22:08

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und dramatischem Lehrermangel

Eine Menge steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, hält Fahnen und Schilder, mit einem Banner auf der rechten Seite mit protestbezogenem Text.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und dramatischem Lehrermangel

Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Die Krise hat sich verschärft, nachdem der Haushalt 2025 die Streichung von 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich vorsah. Dies löste landesweite Proteste unter Pädagogen aus. Schon seit Beginn des aktuellen Schuljahres kämpfen die Schulen mit chronischer Unterbesetzung.

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Der Start in dieses Schuljahr erfolgte mit einem eklatanten Personalmangel. Durch Haushaltskürzungen wurde zudem die Einstellung vieler Quereinsteiger blockiert, was die Personallücke weiter vergrößerte. Im zweiten Halbjahr sahen sich die Lehrkräfte gezwungen, wöchentlich eine zusätzliche Stunde zu unterrichten, um die Lücken zu schließen.

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann, der nach über 30 Jahren SPD-Herrschaft die Sozialdemokraten in diesem Ressort ablöste, steht nun in der Verantwortung. Er räumte ein, dass im kommenden Jahr keine vollständige Besetzung der für den Lehrplan vorgesehenen Stunden garantiert werden könne. Trotz der Kürzungen kündigte Hoffmann Reformen an, darunter eine Offensive zur Verbesserung der Lese- und Rechenkompetenzen.

Doch die Lage wird sich im nächsten Schuljahr weiter zuspitzen: Brandenburg verzeichnet dann nicht nur die höchste Schülerzahl seiner Geschichte, sondern auch den größten Lehrermangel. Der Haushalt 2025 hat 345 Lehrerstellen gestrichen – die Schulen sind damit bis an ihre Grenzen belastet. Da keine schnelle Lösung in Sicht ist, müssen sich Lehrkräfte und Schüler auf ein weiteres Jahr mit überfüllten Klassenräumen und eingeschränkter Förderung einstellen. Hoffmanns Reformpläne sehen sich nun der unmittelbaren Herausforderung eines bis an die Belastungsgrenze gebrachten Systems gegenüber.

Quelle