14 January 2026, 18:36

Bistum ändert Christmette nach Kritik an verstörender Darstellung im Fernsehen

Eine Krippe mit einem Baby Jesus in einer Krippe umgeben von Spielzeugen, Gras und anderen Gegenst√§nden auf einem mit gr√ľner Decke bedeckten Tisch, mit einem geschm√ľckten Weihnachtsbaum im Hintergrund.

Bistum ändert Christmette nach Kritik an verstörender Darstellung im Fernsehen

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart hat Änderungen für seine im Fernsehprogramm heute übertragene Christmette angekündigt, nachdem die Ausstrahlung im vergangenen Jahr auf breite Kritik gestoßen war. Zuschauer hatten rund 1.400 Beschwerden über die umstrittene Darstellung des Christkinds eingereicht, das in schmieriges Reispapier gehüllt gezeigt worden war. Das Bistum räumt nun ein, die Liturgie sei für das Fernsehen heute zu frei adaptiert worden.

Die ARD-Übertragung 2022 zeigte das Jesuskind in durchscheinendem, nassem Reispapier gewickelt und auf Stroh gebettet. Der zelebrierende Priester erläuterte, dies solle einen "echten Menschen" symbolisieren - "elend, nackt und schutzlos". Viele Zuschauer empfanden die Bildsprache jedoch eher als verstörend denn als sinnstiftend.

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Kritik kam sowohl aus der Bevölkerung als auch von prominenten Persönlichkeiten. Der ehemalige CDU-Politiker und Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Maximilian Mörseburg warf religiösen Vertretern vor, den Glauben "zunehmend ins Absurde" zu treiben und ihm damit die Würde zu nehmen. Das Bistum gestand später ein, die Sendung habe religiöse Empfindungen verletzt und bei den Gläubigen Irritation, Unverständnis sowie Wut ausgelöst.

Als Reaktion darauf hat das Bistum versprochen, die Entscheidungsprozesse für künftige Fernsehgottesdienste strenger zu gestalten. Verantwortliche erklärten, die Liturgie von 2022 habe akzeptable Grenzen überschritten, und kündigten Anpassungen an, um ähnliche Kontroversen zu vermeiden.

Die Entscheidung folgt auf monatelange Rückschläge wegen der ungewöhnlichen Inszenierung eines zentralen christlichen Symbols. Künftige Übertragungen werden nun einer schärferen Prüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass liturgische Anpassungen respektvoll bleiben. Die Änderungen sollen eine Wiederholung der Kontroverse von 2022 verhindern, ohne die Tradition der Fernseh-Christmette aufzugeben.