Bio-Dünger im Aufwind: Warum Gärtner jetzt auf Öko-Produkte umsteigen
Der Biomarkt für Gartenbau wächst rasant – und übertrifft das Wachstum konventioneller Produkte um das Zwei- bis Dreifache. Aktuelle Krisen treiben immer mehr Hobbygärtner dazu, auf organische statt auf synthetische Düngemittel umzusteigen.
Der Trend begann während der COVID-19-Pandemie und beschleunigte sich mit der Energiekrise. Viele Gärtner setzen mittlerweile auf Bio-Produkte, obwohl Lieferkettenprobleme weiterhin bestehen. Zwar sind die meisten synthetischen Dünger noch erhältlich, doch ihre Preise dürften im kommenden Jahr steigen – bedingt durch Konflikte, die die Rohstoffkosten in die Höhe treiben.
Die Hersteller haben zwar die Versorgungslagen für die aktuelle Saison gesichert, sodass vorerst keine Preissprünge zu verzeichnen sind. Doch die steigenden Dieselkosten könnten pünktliche Lieferungen in die Geschäfte ohne Aufschläge gefährden. Ein Liter flüssiger Mineraldünger, der derzeit etwa 12 Euro kostet, könnte bald 13 oder 14 Euro erreichen.
Compo, einer der führenden Hersteller, bietet mittlerweile zwei Drittel seines Sortiments an Erde und Pflanzpflege in Bio-Qualität an. Das Unternehmen passt sich damit einem branchenweiten Trend an, da die Nachfrage nach nachhaltigen Gartenerzeugnissen weiter steigt.
Der Boom des Bio-Gartenbaus zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Höhere Kosten für synthetische Dünger könnten noch mehr Verbraucher zu ökologischen Alternativen treiben. Zwar sind die Bestände aktuell stabil, doch logistische Herausforderungen könnten in den kommenden Monaten die Verfügbarkeit und die Preise beeinflussen.






