Berliner SPD blockiert U7-Verlängerung: Saleh wirft Bonde Ungerechtigkeit vor
Noah FrankeBerliner SPD blockiert U7-Verlängerung: Saleh wirft Bonde Ungerechtigkeit vor
Der Streit um die Berliner Verkehrspläne hat sich zugespitzt, nachdem der Fraktionsvorsitzende der SPD, Raed Saleh, die Vorschläge von Verkehrssenatorin Ute Bonde scharf kritisiert hat. Hauptstreitpunkt ist die Entscheidung, die U-Bahn-Linie U7 in Spandau nicht zu verlängern – eine Maßnahme, die Saleh als ungerecht gegenüber den Anwohnern bezeichnet. Bürgermeister Kai Wegner hat jedoch trotz offizieller Vorbehalte Signalbereitschaft gezeigt, die Verlängerung erneut zu prüfen.
Saleh hat deutlich gemacht, dass er Bondes Verkehrskonzept ablehnt, insbesondere die Ablehnung der U7-Verlängerung. Er argumentiert, dass der aktuelle Plan benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Spandau überproportional belastet. Seine Fraktion hat bestätigt, den Entwurf in der vorliegenden Form nicht zu unterstützen.
Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Verkehrsverwaltung spricht sich gegen eine Verlängerung der U7 über die Station Spandau Rathaus hinaus aus. Bonde räumte zwar Haushaltsgrenzen ein, betonte aber, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei, und forderte weitere Untersuchungen. Saleh hat seine Bedenken unterdessen direkt an Regierender Bürgermeister Kai Wegner herangetragen.
Wegner ließ trotz der Haltung der Verkehrsverwaltung die Tür für künftige Gespräche über die U7-Verlängerung offen. Der Konflikt verdeutlicht die Spannung zwischen finanziellen Zwängen und dem Bedarf nach besseren Verkehrsanbindungen in den äußeren Bezirken.
Die Verlängerung der U7 bleibt ein umstrittenes Thema: Salehs Fraktion verweigert dem aktuellen Verkehrsplan die Unterstützung, während Bonde auf weitere Studien vor einer endgültigen Entscheidung pocht. Für die Spandauer Bürger bleibt die Zukunft der Nahverkehrsverbesserungen vorerst ungewiss.






