Berliner Palliativmediziner vor Urteil: 15-facher Mord und 76 Verdachtsfälle
Luisa BrandtBerliner Palliativmediziner vor Urteil: 15-facher Mord und 76 Verdachtsfälle
Berliner Mordprozess gegen Palliativmediziner nähert sich dem Ende
In einem Berliner Mordprozess gegen einen Arzt für Palliativmedizin geht es in die entscheidende Phase. Der 41-jährige Angeklagte, der über einen Doktortitel verfügt, muss sich wegen 15-fachen Mordes mit besonders schwerer Schuld und niedrigen Beweggründen verantworten. Die mutmaßlichen Taten sollen zwischen September 2021 und Juli 2024 in der deutschen Hauptstadt begangen worden sein.
Der Beschuldigte sitzt seit August 2024 in Untersuchungshaft. Den Ermittlern zufolge legte er in einigen Fällen Feuer, um seine Taten zu vertuschen. Derzeit wertet das Gericht die Beweislage aus; in Kürze wird ein psychiatrisches Gutachten zu seiner Persönlichkeit und Schuldfähigkeit erwartet.
Sobald das Gutachten vorliegt, könnte die Beweisaufnahme abgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft prüft zudem 76 weitere Verdachtsfälle in Verbindung mit dem Angeklagten. Die Plädoyers könnten bereits am Montag, dem 29. Juni, beginnen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen schwere Vorwürfe gegen einen Mediziner. Das Urteil wird maßgeblich von den Beweisen abhängen – darunter das psychiatrische Gutachten und die 76 parallelen Ermittlungsverfahren. Nach Auswertung der Sachverständigenaussage wird das Gericht über das weitere Vorgehen entscheiden.
