24 May 2026, 06:13

BDI warnt vor sinkendem Unternehmensvertrauen – Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

BDI warnt vor sinkendem Unternehmensvertrauen – Ostdeutsches Wirtschaftsforum sucht Lösungen

Bundesverband der Deutschen Industrie warnt vor sinkendem Unternehmensvertrauen – Ostdeutsches Wirtschaftsforum startet in Bad Saarow

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat vor einer weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage gewarnt, da politische Streitigkeiten dringend notwendige Reformen blockieren. Vor diesem Hintergrund beginnt am 31. Mai das Ostdeutsche Wirtschaftsforum in Bad Saarow, das bis zum 2. Juni stattfindet. Täglich werden über 350 Führungskräfte aus der Wirtschaft erwartet, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die an zentralen Diskussionen teilnehmen werden.

Das Forum findet zu einer schwierigen Zeit für die deutsche Industrie statt. Der BDI rechnet in diesem Jahr mit keinem industriellen Wachstum – als Gründe werden hohe Energiekosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Bürokratie genannt. Die Spannungen mit dem Iran und die anhaltenden Verzögerungen bei Reformen verschärfen die wirtschaftliche Belastung zusätzlich. BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Stimmung in den Unternehmen als „tief entmutigt, ja frustriert“ und warnte, dass Untätigkeit – besonders in einem Wahljahr – die Krise weiter verschärfen könnte.

Kanzler Merz und Ministerin Reiche werden mit Wirtschaftsvertretern zusammenkommen, um Reformpläne vorzustellen und das Vertrauen in die Wirtschaft wiederzubeleben. An der Veranstaltung nehmen auch die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg teil. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Vereinfachung von Investitionsregeln und die Förderung von Innovation.

Lösch betonte das Potenzial Ostdeutschlands im wachsenden Verteidigungssektor und verwies auf verfügbare Flächen sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur. Geplant ist, Rüstungsunternehmen mit lokalen Start-ups und Herstellern aus dem Maschinenbau und der Automobilindustrie zu vernetzen. Gleichzeitig warnte er, dass der Verteidigungsbereich allein die grundlegenden wirtschaftlichen Probleme Deutschlands nicht lösen werde.

Das Forum soll die Kluft zwischen Wirtschaft und Politik überbrücken. Gefordert werden schnellere Reformen und weniger Bürokratie. Die Teilnahme hochrangiger Politiker und Wirtschaftsführer unterstreicht die Dringlichkeit – doch der BDI macht klar: Ohne konkrete Veränderungen drohen weiter wirtschaftliche Stagnation und Unsicherheit bei Investoren.

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