25 June 2026, 12:06

Bauwirtschaft wächst trotz explodierender Materialkosten weiter

Turnaround noch ausstehend

Bauwirtschaft wächst trotz explodierender Materialkosten weiter

Die Bauwirtschaft sieht sich mit steigenden Kosten für zentrale Baumaterialien wie Holz, Metalle und Beton konfrontiert. Dennoch verzeichneten sowohl der Wohnungs- als auch der Gewerbebau im April ein Wachstum bei Umsätzen und Neuaufträgen.

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Im Wohnungsbau stieg der nominale Umsatz im April um 7,1 %, während die Neuaufträge um 8,9 % zunahmen. Im Gewerbebau kletterte der Umsatz um 6,8 %, die Neuaufträge legten um 2,6 % zu.

Auch der öffentliche Bau verzeichnete ein Plus: Hier stiegen die Umsätze um 5,3 %, und die staatlichen Aufträge nahmen im Vergleich zum März um 2,2 % zu. Der Tiefbau trug maßgeblich dazu bei, die Verkäufe in allen drei Hauptsegmenten anzukurbeln.

Doch die Materialkosten belasten die Branche weiterhin stark. Die Preise für Bitumen lagen im Mai 2026 um 31,2 % höher als im Vorjahr. Insgesamt blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April im Vergleich zu 2025 nominal unverändert – obwohl die Neuaufträge im gesamten Sektor um 1,8 % stiegen.

Das Wachstum bei Aufträgen und Umsätzen wird durch die explodierenden Materialkosten wieder aufgezehrt. Die ohnehin knappen Gewinnmargen geraten weiter unter Druck, da die Preise für essenzielle Baumaterialien kontinuierlich steigen. Die Branche steht nun vor der Herausforderung, die wachsende Nachfrage mit den zunehmenden finanziellen Belastungen in Einklang zu bringen.

Quelle