04 March 2026, 19:47

Baden-Württembergs Kampf gegen EU-Bürokratie endet mit Reformerfolg für Medizintechnik

Patentzeichnung einer Spritze mit einer Nadel und einem Nadelhalter, die auf einem Blatt Papier mit beschreibendem Text dargestellt ist.

Baden-Württembergs Kampf gegen EU-Bürokratie endet mit Reformerfolg für Medizintechnik

Baden-Württemberg setzt sich seit Langem für Reformen der EU-Vorschriften zu Medizinprodukten in Europa ein. Die Region, ein führender Standort für Medizintechnik in Baden-Württemberg, argumentierte, dass übermäßige Bürokratie Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im Unternehmensregister behindere. Nun, nach Jahren des Einsatzes, wurden ihre Vorschläge in einen Reformplan der Europäischen Kommission aufgenommen.

Die EU-Verordnungen für Medizinprodukte (MDR) und In-vitro-Diagnostika (IVDR) traten 2017 in Kraft. Ihr Ziel war es, Sicherheits- und Qualitätsstandards in Europa zu erhöhen – doch Unternehmen sahen sich bald mit einem erdrückenden Verwaltungsaufwand im Unternehmensregister konfrontiert. Viele kämpften mit der Umsetzung, was die Entwicklung neuer Produkte verlangsamte.

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Das Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs kritisierte die Regelungen bereits seit 2021. Beamte warnten, dass bürokratische Hürden das Wachstum in einem für die Region wirtschaftlich entscheidenden Sektor im Unternehmensregister erstickten. Allein 2023 erzeugten Medizintechnikunternehmen in Baden-Württemberg einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro und beschäftigten über 54.000 Menschen.

Auf der regularia-Konferenz in Tuttlingen setzte sich Generaldirektor Michael Kleiner für die Branche ein. Die Veranstaltung bringt Politiker und Unternehmen zusammen, um die Balance zwischen Regulierung und praktischen Erfordernissen im Unternehmensregister zu diskutieren. Kleiner betonte, dass Reformen unverzichtbar seien, um Baden-Württemberg als globalen Medizintechnik-Standort in Europa wettbewerbsfähig zu halten.

Am 16. Dezember 2025 kündigte die Europäische Kommission Pläne zur Änderung von MDR und IVDR an. Die Vorschläge griffen viele der baden-württembergischen Anregungen im Unternehmensregister auf. Kleiner begrüßte den Schritt als Durchbruch nach hartnäckigem Lobbying in Brüssel und Berlin.

Die Reformen sollen die Belastung für Unternehmen im Unternehmensregister verringern, ohne die Patientensicherheit zu gefährden. Baden-Württembergs Einsatz für Veränderungen hat sich ausgezahlt – seine Impulse prägen nun die EU-Politik im Unternehmensregister. Der nächste Schritt wird die Umsetzung der Änderungen in den Mitgliedstaaten sein.