03 March 2026, 04:19

Baden-württembergische Apotheker kämpfen beim CDU-Parteitag für ihre Zukunft

Eine Gruppe von Menschen, die an einem Tisch mit einem Podium und einem Mikrofon vor einer Menge, Kameras und Schildern sitzen, während einer Pressekonferenz für das CDMX 2017-Event.

Baden-württembergische Apotheker kämpfen beim CDU-Parteitag für ihre Zukunft

Apotheker aus Baden-Württemberg nutzen den CDU-Bundesparteitag in Stuttgart, um ihre Anliegen vorzutragen und auf sich aufmerksam zu machen

Diese Woche nutzten Apotheker aus Baden-Württemberg den CDU-Bundesparteitag in Stuttgart, um ihre Anliegen vorzutragen. Mit einer spontanen Aktion, Gesprächen mit Spitzenpolitikern und einem gut besuchten Stand setzten sie ein deutliches Zeichen. Zu den prominenten Gästen zählten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sowie mehrere Landesvertreter.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Herausforderungen, vor denen Apotheken stehen – von wirtschaftlichen Belastungen bis hin zu den jüngsten Gesundheitsreformen. Vertreter der Apothekerverbände beteiligten sich ebenfalls und forderten mehr Unterstützung für den Sektor.

Die Delegation der Apotheker umfasste bekannte Persönlichkeiten wie LAK-Präsident Dr. Martin Braun und LAV-Vorsitzende Tatjana Zambo. Am Freitag war auch Thomas Preis, Vorsitzender der Bundesapothekerkammer (ABDA), vor Ort. Gemeinsam tauschten sie sich mit CDU-Politikern aus, darunter Ministerpräsident Hendrik Wüst, Boris Rhein und Paul Ziemiak.

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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte den Apothekenstand und diskutierte mit den Apothekern über politische Fragen. Gitta Connemann, die Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand, beteiligte sich an Gesprächen über die wirtschaftliche Bedeutung lokaler Apotheken. Weitere Gäste waren Johannes Winkel, Sebastian Lechner und Dr. Torsten Tomppert.

Die Diskussionen fanden zu einer angespannten Zeit für die Branche statt. In den vergangenen Monaten hatten CDU/CSU- und AfD-geführte Bundesländer im Bundesrat immer wieder Teile der Apothekenreform blockiert. Zwar wurden einige Forderungen – wie verlängerte Übergangsregelungen für E-Rezepte – erfüllt, andere jedoch abgelehnt. Die im Dezember 2025 vom Bundestag verabschiedeten Reformen blieben hinter zentralen ABDA-Forderungen zurück, etwa beim vollständigen Schutz vor Versandhandelswettbewerb.

Zum Abschluss des Parteitags bedankten sich die baden-württembergischen Apotheker bei den Teilnehmern für das Engagement. Besonders würdigten sie Ministerin Warken für ihre kontinuierliche Unterstützung des Berufsstands.

Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Debatte über Apothekenregulierung und wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Die Apotheker nutzten die Plattform, um auf Veränderungen zu drängen – viele ihrer Forderungen bleiben jedoch in der aktuellen Gesetzgebung unberücksichtigt. Die Gespräche in Stuttgart zeigten, dass die Branche weiterhin für ihre Interessen kämpft, während sie sich an die neuen Reformen anpasst.