14 March 2026, 06:19

Baden-Württemberg wählt mehr Frauen in den Landtag – doch reicht das?

Ein Säulendiagramm, das den Frauenanteil in den nationalen Parlamenten im Jahr 2011 zeigt, wobei jede Säule ein anderes Land darstellt und ihre Höhe den Prozentsatz der Frauen angibt.

So viele Frauen sitzen im neuen Landtag im Südwesten - Baden-Württemberg wählt mehr Frauen in den Landtag – doch reicht das?

Baden-Württembergs jüngste Landtagswahl bringt leichten, aber bemerkenswerten Anstieg der Frauenvertreterinnen

Der neu gewählte Landtag in Baden-Württemberg weist nun einen Frauenanteil von 33,8 Prozent auf – ein leichter Zuwachs gegenüber der vorherigen Legislaturperiode. Diese Entwicklung folgt auf Wahlrechtsreformen, die auf eine ausgewogenere Geschlechterrepräsentation in einem Bundesland abzielten, das einst den niedrigsten Frauenanteil unter den Abgeordneten in ganz Deutschland hatte.

Noch vor 2021 wurden die Kandidatinnen und Kandidaten in Baden-Württemberg vor allem auf lokaler Ebene nominiert. Dieses System begünstigte oft langjährige männliche Amtsinhaber und erschwerte es Frauen, Spitzenpositionen auf den Listen zu erreichen. Um dies zu ändern, führte das Land eine Wahlrechtsreform ein, die den Parteiorganisationen mehr Einfluss auf die Aufstellung der Kandidatinnen und Kandidaten gab.

Die Wirkung zeigte sich schnell: Für die Wahl 2026 sicherten die Grünen, die CDU und die SPD jeweils eine paritätische Besetzung der ersten zehn Listenplätze mit Frauen und Männern. Die Grünen gingen als stärkste Kraft mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen hervor, knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent.

Die Auswirkungen der Reform sind deutlich in den Zahlen ablesbar: Mittlerweile stellen Frauen mehr als ein Drittel der Landtagsabgeordneten – ein moderater Anstieg gegenüber den 33 Prozent von 2021. Zwar lassen sich die Daten nicht direkt mit denen anderer Bundesländer vergleichen, doch der Trend in Baden-Württemberg deutet auf eine schrittweise Annäherung an eine ausgewogenere Geschlechterverteilung hin.

Die jüngsten Wahlergebnisse zeigen eine leichte Verbesserung der Frauenrepräsentation. Mit 33,8 Prozent der Sitze, die nun von Abgeordneten weiblichen Geschlechts besetzt sind, hat sich das Land von seinem früheren Negativrekord als Schlüssland mit dem geringsten Frauenanteil entfernt. Ob die Reform langfristig erfolgreich ist, wird sich daran messen, ob dieser positive Trend in künftigen Wahlen anhält.

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