Baden-Württemberg startet 2027 mit nachhaltigem Weinbau-Programm für mehr Artenvielfalt
Luisa BrandtBaden-Württemberg startet 2027 mit nachhaltigem Weinbau-Programm für mehr Artenvielfalt
Baden-Württemberg führt 2027 neues Programm für nachhaltigen Weinbau ein
Ab 2027 setzt Baden-Württemberg mit der Maßnahme "Brache im Wechsel für den Weinbau" (E16) auf mehr Nachhaltigkeit in der Weinbranche. Das Vorhaben soll die Bodenregeneration fördern und die biologische Vielfalt stärken. Winzer können sich bis zum 15. Mai über das FIONA-Portal um Fördergelder bewerben.
Gefördert werden gerodete Weinbergflächen mit bestehenden Pflanzrechten. Pro Betrieb können bis zu drei Hektar angemeldet werden, die Prämie beträgt 2.500 Euro pro Hektar. Teilnehmer müssen bis zum 15. Mai – oder bereits im Vorherbst – eine vorgeschriebene Saatgutmischung (M3+) in einer Menge von 10 bis 12 Kilogramm pro Hektar aussäen.
Sobald die Blühmischung steht, sind Düngemittel und Pestizide tabu. Die Flächen müssen alle zwei Jahre gemäht oder gemulcht werden, allerdings nicht während der Brutzeit bodennistender Vögel und stets vor dem 16. November. Beweidung ist außerhalb der Vogelschutzphasen erlaubt.
Die Initiative knüpft an das FAKT-II-Programm an, das im Rahmen der EU-Agrarförderung 2023–2027 läuft. Bereits jetzt wurden Subventionen vereinfacht, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu steigern – wie viele Winzer bisher teilnehmen, ist jedoch nicht bekannt.
Die Bewerbungsfrist für die E16-Maßnahme endet am 15. Mai 2027 über die FIONA-Plattform. Das Programm kombiniert finanzielle Anreize mit strengen ökologischen Auflagen. Sein Erfolg hängt davon ab, wie viele Weinbaubetriebe in der Region mitmachen.






