Amanda Knox weint öffentlich – und löst mit Brief an Lucy Letby neuen Streit aus
Noah FrankeAmanda Knox weint öffentlich – und löst mit Brief an Lucy Letby neuen Streit aus
Bei einer jüngsten Veranstaltung in London brach Amanda Knox in Tränen aus, als sie über den Mord an Meredith Kercher sprach. Der emotionale Moment ereignete sich während einer Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mund des Wolfs. Gleichzeitig hat ihre öffentliche Unterstützung für die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby neue Kritik von Kerchers Familie ausgelöst.
Knox gab bekannt, sie habe Letby im Gefängnis einen Brief sowie ein Exemplar ihrer 2021 erschienenen Autobiografie Frei zukommen lassen. Das Buch schildert ihr Leben nach der fälschlichen Verurteilung und späteren Freisprechung im Zusammenhang mit dem Mord an Kercher im Jahr 2007. Während der Veranstaltung enthüllte ein Zuschauer, Knox habe Letby aufgefordert, sich "an die Hoffnung zu klammern".
Knox bestätigte zudem, keinen direkten Kontakt zu Letby gehabt zu haben. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer weiteren Diskussion über Justizirrtümer – ein zentrales Thema ihres Dokumentarfilms sowie ihrer früheren Autobiografie Warten, gehört zu werden aus dem Jahr 2013.
Der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, reagierte scharf auf Knox' anhaltende öffentliche Auftritte. Er warf ihr vor, sich an Kerchers Erinnerung zu "bereichern", und erklärte, die Familie empfindet mittlerweile: "Es ist genug."
Knox' Solidaritätsbekundungen mit Letby haben die Debatte über ihre Rolle im Fall Kercher neu entfacht. Der juristische Vertreter der Familie ließ deutlich ihre Frustration über ihre anhaltende Medienpräsenz erkennen. Unterdessen halten Knox' Dokumentarfilm und ihre öffentlichen Stellungnahmen die Diskussion über Gerechtigkeit und Erlösung wach.






