AfD wird mit 29,7 Prozent stärkste Kraft in Rastatt – CDU knapp dahinter
Luisa BrandtAfD wird mit 29,7 Prozent stärkste Kraft in Rastatt – CDU knapp dahinter
Die rechtspopulistische AfD ist in Rastatt mit 29,7 Prozent der Stimmen bei der Verhältniswahl zur stärksten Kraft geworden. Die CDU folgte knapp dahinter mit 27,2 Prozent, während die Grünen deutliche Verluste hinnehmen mussten. Die Wahlbeteiligung stieg auf 56,8 Prozent – ein Plus von 7,8 Punkten gegenüber den 49,02 Prozent im Jahr 2021.
Im Direktmandat setzte sich der CDU-Kandidat Dr. Alexander Becker mit 30,8 Prozent knapp durch. Der AfD-Bewerber Philipp Helber erreichte 30,1 Prozent, was ein Kopf-an-Kopf-Rennen bedeutete. Thomas Hentschel von den Grünen kam auf 17,4 Prozent, während Jonas Weber von der SPD 12,5 Prozent erzielte.
Lisa Schrempp von der Linken erhielt 4,2 Prozent, Petra Zink von der FDP 3,2 Prozent und Niko Metzler von Volt 1,9 Prozent. Im Vergleich zu 2021 legte die AfD um 12,9 Prozentpunkte zu, während die Grünen von 27,8 auf 22,6 Prozent fielen. Die SPD verlor ebenfalls deutlich – von 14,3 auf nur noch 6,9 Prozent.
Die Ergebnisse in Rastatt wichen damit vom Landestrend ab, wo die Grünen 2021 mit 30,3 Prozent noch stärkste Kraft gewesen waren. Diesmal konnten CDU und AfD lokal stärker zulegen als im gesamten Landesdurchschnitt.
Die Wahl markiert einen deutlichen Wandel in Rastatts politischer Landschaft. Der Aufstieg der AfD und der Rückgang der Grünen spiegeln breitere Verschiebungen in den Wählerpräferenzen wider. Die gestiegene Wahlbeteiligung deutet zudem auf ein wachsendes Interesse an der Kommunalpolitik hin.