AfD vor Wahlsieg in Sachsen-Anhalt: Linke und CDU im Machtpoker gegen Rechtspopulisten
Ella HofmannAfD vor Wahlsieg in Sachsen-Anhalt: Linke und CDU im Machtpoker gegen Rechtspopulisten
In Umfragen liegt die rechtspopulistische AfD vor der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vorn. Damit rückt die Möglichkeit in den Bereich des Möglichen, dass Ulrich Siegmund eine Alleinregierung bilden könnte. Unterdessen haben sich die politischen Spannungen zwischen der Linken und der BSW wegen möglicher Koalitionen zugespitzt.
Die Führung der Linken hat Signalbereitschaft gezeigt, mit der CDU und dem amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, die AfD von der Macht fernzuhalten. Dieser Schritt hat scharfe Kritik von Fabio De Masi, dem Vorsitzenden der BSW, ausgelöst.
De Masi bezeichnete die Unterstützung der Linken für den CDU-Ministerpräsidenten als „katastrophal“. Er argumentierte, dies stärke nur die Position der AfD. Zudem warf er der Linken vor, Friedrich Merz in die Hände zu arbeiten, indem sie dessen Rentenreformen sowie die Aussetzung der Schuldenbremse für Militärausgaben mitträge.
Als Alternative schlug De Masi einen „demokratischen Neuanfang“ mit einem parteilosen Ministerpräsidenten vor, der mit wechselnden Mehrheiten regieren solle. Er setzte sich außerdem für Reformen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in der Bildungspolitik sowie für ein nach österreichischem Vorbild gestaltetes Rentensystem ein.
De Masi behauptete zudem, die Linke stehe seit Langem auf der Seite der CDU. „Die Linke ist die letzte Rettung der CDU“, erklärte er und fügte hinzu: „Wenn es drauf ankommt, spielen sie im Team Merz.“ Die politische Annäherung zwischen CDU und Linken sei bereits seit einiger Zeit im Gange.
Mit der möglichen Zusammenarbeit der Linken mit der CDU soll eine von der AfD geführte Regierung verhindert werden. Die Kritik der BSW macht die tiefer liegenden Konflikte über Strategie und politische Ausrichtung deutlich. Die Folgen dieser politischen Manöver werden die Zusammensetzung der nächsten Landesregierung in Sachsen-Anhalt maßgeblich prägen.






