AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum Krah und Kollegen gehen mussten
Ella HofmannAfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum Krah und Kollegen gehen mussten
Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden Anfang dieser Woche aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Wie die Bild am Mittwoch berichtete, betraf der Vorfall Maximilian Krah, Steffen Janich und Philipp-Anders Rau. Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie jüngster Kontroversen ein, die mit Krahs Parteizugehörigkeit zusammenhängen.
Die Auseinandersetzung ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus, einer Kneipe in der deutschen Hauptstadt. Zunächst wurden nur Krah und Rau vom Personal aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Als Janich nach dem Grund fragte, wurde auch er hinausgewiesen.
Für Krah ist dies nicht das erste Mal, dass er wegen seiner politischen Verbindungen ausgeschlossen wird. Im März hatte die Leipziger Buchmesse ihn von der Vorstellung seines Romans Die Reise nach Europa ausgeschlossen – offiziell aus Sicherheitsgründen, was Krah als Vorwand zurückwies. Bereits Ende Februar hatte die Druckerei Friedrich Pustet die Zusammenarbeit mit dem Castrum Verlag wegen eines geplanten Buches von Krah beendet.
Nach dem Kneipen-Vorfall rief Krah seine Anhänger dazu auf, das Gaffel Haus zu boykottieren. Er deutete an, dass Kunden durch ihre Konsumentscheidungen Einfluss auf das Geschäft nehmen könnten. Die Leitung der Kneipe hat bisher nicht auf die Anfrage der Bild nach einer Stellungnahme reagiert.
Der Rauswurf der drei AfD-Mitglieder unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die öffentliche Präsenz der Partei. Krahs wiederholte Ausschlüsse – von Buchveranstaltungen bis hin zu gesellschaftlichen Treffpunkten – spiegeln die größeren Debatten über politische Zugehörigkeit in Deutschland wider. Das Schweigen der Kneipenbetreiber lässt die genauen Gründe für die Entfernung der Politiker weiterhin ungeklärt.






