60.000 Euro Corona-Hilfen erschlichen: Freiburger Prozess um Sozialbetrug beginnt
Noah Franke60.000 Euro Corona-Hilfen erschlichen: Freiburger Prozess um Sozialbetrug beginnt
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug und Subventionsbetrug verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe wegen nicht angemeldeter Beschäftigung sowie der missbräuchlichen Inanspruchnahme von COVID-19-Hilfsgeldern in Höhe von 60.000 Euro. Die Verhandlung findet vor dem Schöffengericht statt.
Der Angeklagte soll im Jahr 2016 insgesamt 21 bulgarische Arbeiter ohne ordnungsgemäße Anmeldung beschäftigt haben. Die Beschäftigten arbeiteten auf einer Baustelle im Freiburger Süden, ohne dass sie sozialversicherungspflichtig gemeldet wurden. Den Ermittlungen zufolge unterließ er zudem die Anmeldung weiterer Mitarbeiter bei der Sozialversicherung, wodurch Beitragszahlungen in Höhe von etwa 188.000 Euro vorenthalten wurden.
Weiter wird ihm vorgeworfen, zwischen März 2020 und November 2021 Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, durch falsche Angaben rund 60.000 Euro an illegalen Corona-Hilfsgeldern erschlichen zu haben. Im Prozess sollen sowohl die Verstöße gegen das Arbeitsrecht als auch der Missbrauch öffentlicher Mittel aufgeklärt werden.
Das Verfahren befasst sich mit mehreren Wirtschaftsstraftaten, darunter Lohnvorenthaltung und betrügerische Beantragung von Subventionen. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten Strafen wegen Sozialversicherungsbetrugs sowie der rechtswidrigen Inanspruchnahme von Pandemie-Hilfen. Der Fall steht exemplarisch für die fortlaufenden Bemühungen, Betrug im Beschäftigungsbereich und bei der Vergabe öffentlicher Gelder zu bekämpfen.






